Spielen, lernen, wachsen!

Krippenziele

Die Basis unserer pädagogischen Arbeit bilden der „Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan“ (BEP) sowie auch die „Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit“. Zusammenfassend ergeben sich daraus folgende wichtige und herausragende Ziele für unsere Einrichtung.

Eingewöhnungsphase

Übergang von der Familie
in die Kinderkrippe

Da die Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung eine Veränderung des Familienlebens ist und vor allem für das Kind ein neuer Lebensabschnitt beginnt, findet kurze Zeit vor Beginn der Eingewöhnung ein Erstgespräch mit den Eltern statt. Informationen über das Kind, die Bedeutung des Eingewöhnungsprozesses und Fragen von beiden Seiten werden ausgetauscht und beantwortet. Der Übergang in die Krippe ist für jedes Kind eine wichtige und intensive Erfahrung, deshalb sind klare Absprachen notwendig, damit der Eingewöhnungsprozess nicht behindert wird.

Für die Eingewöhnung gibt es keine Zeitbegrenzung. Jede Eingewöhnung verläuft individuell, denn jedes Kind bringt andere Erfahrungen und Voraussetzungen mit. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass eine Eingewöhnungszeit von 2- 4 Wochen ausreicht. Aber auch eine längere Eingewöhnung kann vorkommen und ist in unserer Einrichtung möglich.

In den kommenden Tagen begleitet der immer gleiche Elternteil das Kind für 2 Stunden in die Einrichtung und ist im Raum passiv anwesend. Das heißt, das Kind darf nicht gedrängt werden, sich vom Elternteil zu entfernen, sondern hat immer die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wann es die Umgebung erkunden möchte.

Die Fachkraft versucht feinfühlig, durch die Beteiligung am Spiel des Kindes oder Spielangebote Kontakt zu ihm aufzunehmen und beobachtet gleichzeitig die Interaktionen zwischen Kind/Elternteil und den Kindern in der Krippengruppe. Wichtig ist, dass der Elternteil die Rolle des „sicheren Hafen“ übernimmt und es jederzeit akzeptiert, wenn das Kind in seine Nähe zurückkehren möchte.

Am 4. Tag findet eine erste Trennung statt. Die Bezugsperson verabschiedet sich nach kurzer Zeit vom Kind, verlässt den Gruppenraum, bleibt aber in der Nähe. Das pädagogische Personal beobachtet nun, wie stark die Vertrauensbasis zwischen dem Kind und dem neuen Personal bereits ist und wie das Kind auf die Interaktionen der neuen Bezugsperson eingeht (zeigt es trotz der Trennung Interesse an den Kindern oder Spielmaterialien, sucht es Kontakt zu einer neuen Bezugsperson).

Danach richtet sich die weitere Eingewöhnung und die Trennung von dem Elternteil und dem Kind werden zunehmend länger.
Während der gesamten Eingewöhnung und selbstverständlich auch darüber hinaus, ist uns die Kommunikation mit den Eltern besonders wichtig, um dem Kind eine individuelle Eingewöhnung zu ermöglichen und ihm eine liebevolle und geborgene Atmosphäre zu schaffen, indem es sich wohlfühlt.

Tagesablauf

Der Tag in der Kinderkrippe

Während des Frühdienstes zwischen 7.00 und 7.45 Uhr werden alle Kinder in der Häschengrube betreut.
Beim Bringen müssen die Kinder bei der Erzieherin abgegeben werden.

Pädagogische Kernzeit ist in allen Gruppen von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Der Tag beginnt bei uns in der Kinderkrippe mit einem kurzen Tür- und Angelgespräch mit dem Elternteil. Besonderheiten, wie zum Beispiel das Kind hat in der Nacht schlecht geschlafen, werden an das Personal weitergegeben um individuell darauf reagieren zu können. Nach dem Ankommen entscheidet das Kind mit was, mit wem und wo es spielen möchte. 

Das „Aufräumlied“ beendet gegen 9 Uhr die Freispielzeit und ist zugleich Signal für die Kinder, sich auf dem runden Teppich für den Morgenkreis zu versammeln. Der Ablauf ist jeden Morgen gleich. Zu Anfang wird ein Lied gesungen, die Kinder werden alle einzeln begrüßt und wir erarbeiten anhand unserer „Morgenkreisbilder“ wer fehlt. Anschließend darf sich ein auserwähltes Kind ein Lied aus unserer Liedermappe aussuchen. Ein den Kindern bekanntes Abschlusslied beendet den täglichen Morgenkreis.

Diese Rituale geben vor allem den Kleinen Orientierung und Sicherheit und dienen dazu, dass sie von Anfang an den Morgenkreis mitgestalten können. 

Nach dem Morgenkreis findet unsere gemeinsame Brotzeit statt.

Jedes Kind darf seine Tasche vom Taschenwagen holen, sich einen Platz am Tisch suchen und mit der Brotzeit beginnen. Wenn der Großteil der Kinder fertig ist, räumen sie in der Regel selbstständig ihre Tassen und Teller auf und hängen die Tasche zurück an den Wagen. In Begleitung eines Erwachsenen gehen sie zum Hände waschen und anschließend ins Freispiel über.

Freispiel bedeutet für das Kind, dass es selbständig und eigenverantwortlich seinen Spielbereich und seine Spielpartner auswählt. Es beschäftigt sich intensiv und ausdauernd alleine oder mit anderen und erwirbt dadurch vielfältige Kompetenzen in seiner Persönlichkeitsentwicklung sowie im sozialen und kognitiven Bereich.

In dieser Zeit finden auch die Ganzgruppen, Kleingruppen- oder Einzelangebote zu den Bildungsbereichen statt, sowie das Wickeln, bzw. die Sauberkeitserziehung. Jedes Kind wird je nach Bedarf, aber mindestens einmal täglich gewickelt. Es besteht zudem die Möglichkeit für interessierte Kinder, den Toilettengang mit Hilfe eines Erwachsenen zu erproben. Als Information für die Eltern wird eine „Wickelliste“ geführt.

Vor und nach dem Mittagessen, sowie der Brotzeit und nach Bedarf werden mit den Kindern die Hände gewaschen. Zum Gesicht reinigen benutzt jeder einen eigenen Waschlappen.

In der Abholzeit ab 12 Uhr werden die Kinder von ihren Eltern an der Gruppentüre abgeholt und vom Personal nach einem kurzen Tür- und Angelgespräch verabschiedet. 

Beim anschließenden Mittagsschlaf erholen sich die Kinder und tanken Kraft für den Nachmittag. Auch hier haben die Eltern die Möglichkeit, die Schlafzeiten ihres Kindes einer Liste zu entnehmen. Die Schlafenszeiten richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder.

Am Nachmittag sind noch zwei von drei Fachkräften für die Kinder da.  Wie auch am Vormittag besteht nun nach der Mittagsruhe die Möglichkeit für die Kleinen sowohl im Krippen-Gruppenraum als auch bei passendem Wetter im Garten oder im Bewegungsraum des Kindergartens zu spielen, bis sie von den Eltern abgeholt werden.